Mit allen Wassern gewaschen: Stangensysteme erleichtern Glasreinigung

Mit allen Wassern gewaschen: Stangensysteme erleichtern Glasreinigung

Zugangsprobleme bei der Glasreinigung sind für Gebäudedienstleister Normalität. Gelöst werden sie mehr und mehr mit wasserführenden Stangensystemen. So auch im Monte Mare in Kaiserslautern. Hier setzt der Dienstleister im Innen- und Außenbereich auf solche Systeme, um die Glasreinigung rationell durchzuführen.

montemare_01Das Monte Mare in Kaiserslautern bietet seinen Gästen ein breites Angebot zur Entspannung und Erholung. Ein Wellenbad mit zwei über 200 Meter langen Rutschen bringt Spaß für die ganze Familie. Wer Ruhe und Erholung sucht, ­findet diese im Sauna- und Wellnessbereich, der weit über die ­Grenzen Kaiserslauterns hinaus bekannt ist und als einer der schönsten in der Region gilt. Unterschiedlichste Saunen, Dampf- und Schlammbäder, ­Solarien, Kräuterbäder, eine Aromazisterne, Whirlpools und der SPA-Bereich bieten den Besuchern im Monte Mare nahezu alles, was zur Entspannung beiträgt.
Ein Highlight ist das Sole-Entspannungsbad „Aqua-Sound“, erklärt Holger Samuelsen, Betriebsleiter Monte Mare: „Die Solegrotte ­bietet Therapie, Entertainment und Wellness in einem. Durch ein Soundsystem wird ein Klangerlebnis ins Wasser übertragen. Die körperwarme Sole, das Lichtspiel und hinterleuchtete Salzsteine machen das Baden zu einem einmaligen Genuss und ganzheitlichen Erlebnis. Der Badegast genießt die Schwerelosigkeit und verliert sich in Zeit und Raum.“
Wer nach Saunagang und Badespaß noch Sonne und Frischluft tanken möchte, findet im großzügigen Saunagarten mit Bachlauf, großem Teich und einem Ruhehaus in toskanischem Stil ein Umfeld, das Urlaubsstimmung aufkommen lässt.

Absolute Sauberkeit erwartet
Wie in allen Wellness- und Freizeitanlagen legen die Verantwortliche natürlich auch im Monte Mare größten Wert auf Sauberkeit und Hygiene, das macht Holger Samuelsen beim ersten Rundgang durch das Monte Mare deutlich. „An die 1.000 Besucher pro Tag im Badbereich und rund 200 täglich im Sauna- und Wellnessbereich erwarten zu Recht absolut perfekte Sauberkeit.“
Diese hohen Erwartungen und Anforderungen der Besucher und des Betreibers erfüllt seit rund drei Jahren die Gebäudereinigung Jeblick (Kaiserslautern). „Wir sind für die tägliche Unterhalts­reinigung des gesamten Sauna- und Wellnessbereichs sowie für Sonderreinigungen, wie beispielsweise auch die Glas- und ­Rahmenreinigung, verantwortlich. Für die restlichen Bereiche des Monte Mare und die permanente Reinigung während der ­Öffnungszeiten setzt der Betreiber noch eigenes Reinigungs­personal ein“, erklärt Geschäftsführer Christian Knoll.
Insgesamt umfasst die monatlich zu reinigende Fläche mehr als 230.000 Quadratmeter. Zu reinigen sind, neben den genannten Bereichen, auch noch die großzügigen Umkleidebereiche, die Verwaltung, die parkähnliche Außenanlage einschließlich Ruhehaus sowie die Gastronomie-Zonen.

montemare_02Täglich Schwerstarbeit
Für die Erledigung der ebenso anspruchsvollen wie schweren Aufgaben haben die Jeblick-Reinigungskräfte knapp vier ­Stunden Zeit. Das Team der Unterhaltsreinigung wird bei Bedarf von ­Springern oder Fachkräften aus der Sonderreinigung unterstützt.
„Unsere Einsätze beginnen in den frühen Morgenstunden ab 5.00 Uhr. Bis zur Öffnung der Wellness-Oase um 9.00 Uhr müssen sämtliche öffentliche Bereiche der gesamten Anlage sauber und in einem hygienisch einwandfreien Zustand sein“, macht Objektleiterin Kerstine Sander den Zeitdruck deutlich, unter dem die Mitarbeiter Tag für Tag stehen.
Und Christian Knoll ergänzt: „Ich habe großen Respekt vor ­unseren Reinigungskräften. Sie machen bereits am frühen ­Morgen, wenn viele Menschen noch schlafen, bei Temperaturen jenseits der 30 Grad, ihren Job. Selbst mit spezieller, atmungsaktiver Arbeitskleidung ist jeder Einsatz immer noch sehr anstrengend und kräftezehrend!“
Um die täglichen Aufgaben möglichst rationell erledigen zu können, wurden nach dem Zuschlag für dieses Objekt alle notwendigen Maschinen und technischen Hilfsmittel vom Dienstleister auf die jeweiligen Oberflächen, Bodenbeläge und alle weiteren zu reinigenden Materialien angepasst.
Dabei galt es natürlich, die typischen Problemstellungen für Saunen und Schwimmbäder zu berücksichtigen. Das sind vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit und die fast tropischen Temperaturen, durch die ein idealer Nährboden für Bakterien und Keime entsteht.
Zudem gibt es im Monte Mare, vor allem in den Herbst- und Wintermonaten, einen erhöhten Schmutzeintrag wegen der Saunen und Becken im Außenbereich. „Bei den eingesetzten Reinigungsmitteln lag unser Augenmerk auf Nachhaltigkeit, Umwelt-, Körper- und Hautverträglichkeit. Bis auf wenige Ausnahmen kommen nur Produkte der Green-Care-Professional-Reihe (Tana) zum Einsatz“, sagt Christian Knoll.

Aufwändige Glasreinigung
montemare_03Zweimal jährlich wird die Glasreinigung in der gesamten Anlage durchgeführt. In einzelnen Bereichen, oder auch bei Bedarf, wird der Turnus erhöht. Dies betrifft vor allem die  Verglasungen an den Büros der Verwaltung oder die Spritzwasserbereiche rund um die Rutschen des Spaßbades. Sämtliche Innenverglasungen eingerechnet, sind etwa 4.800 Quadratmeter Glas- und Rahmenfläche zu reinigen.
An manchen Stellen stehen die Jeblick-Mitarbeiter bei der Glasreinigung vor einer wirklichen Herausforderung: Teilweise sind die Verglasungen und Fenster architektonisch bedingt nur schwer zu erreichen, liegen zum Beispiel direkt über Schwimmbecken oder Whirlpools. „Das sind jedoch Aufgaben und Problemstellungen, die ein Meisterbetrieb in den Griff bekommen muss und natürlich auch in den Griff bekommt. Glücklicherweise haben wir in Kaiserslautern relativ weiches Wasser, sodass Kalkverschmutzungen nur in erträglichem Maß von Bedeutung sind“, relativiert Christian Knoll.
Die genannten Zugangsprobleme waren bei der klassischen Glasreinigung mit Einwascher und Abzieher nur durch den Einsatz von Leitern, Gerüsten oder auch Hubarbeitsbühnen zu lösen.
„Angesichts dieser Aufgabenstellung und auch, weil wir ­ständig auf der Suche nach neuen, innovativen Lösungen in allen ­Bereichen der Gebäudereinigung sind, wollten wir uns un­mittelbar nach Markteinführung das neue HydroPower-System von Unger genauer ansehen. Unsere positiven Erfahrungen mit dem ­Vorgängermodell (Umkehrosmose-System) veranlassten uns, eine Produktpräsentation mit dem Solinger Unternehmen – unter Realbedingungen an der Glasfassade eines großen Multiplex-Kinos – zu vereinbaren“, erzählt der Geschäftsführer der ­Gebäudereinigung Jeblick. „Das Reinigungsergebnis, die Handhabung des Systems und auch der relativ günstige Preis konnten uns überzeugen, sodass wir unmittelbar nach der Vorführung die ersten sechs HydroPower-Geräte geordert haben“, erinnert sich Christian Knoll.
Ein weiteres Kriterium für die Kaufentscheidung: Die  Anwender müssen nicht mehr gleichzeitig mit Wasser und Strom arbeiten. Für Knoll ein ganz entscheidender Vorteil: „Wo elektrische Geräte und Wasser auf engstem Raum zusammenkommen, besteht – auch bei größter Vorsicht und bestem Equipment – ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential. Durch dieses System kann das ausgeschlossen werden.“

Kosten- und Zeitersparnis, geringe Rüstzeiten
Wo sehen Christian Knoll und seine Objektleiterin die wesentlichen Vorteile, wollen wir beim Termin im Monte Mare wissen. „Bei vielen Objekten waren stets die technischen Hilfsmittel wie Gerüste und Steiger die Preistreiber. Mit dem Stangensystem gibt es nur noch minimale Rüstzeiten. Stangen und Bürsten vorbereiten, Schlauch anschließen, los geht’s. Die Zeitersparnis ist allein durch den Wegfall von Leitern, Gerüsten und/oder Hubarbeitsbühnen enorm“, sind sich der Firmenchef und seine Mitarbeiterin einig. Gegenüber dem bisher eingesetzten Verfahren ist für Christian Knoll noch ein weiterer Punkt wichtig: „Beim Umkehrosmose-System stieß die elektrische Pumpe bei etwa 15 Metern an ihre Grenzen. Das neue System erlaubt Arbeiten an höheren Fassadenflächen. Und das mit reiner Wasserkraft.“

stingrayVielseitig einsetzbar
Seit Anschaffung des HydroPower-Systems kommt es nicht nur im Monte Mare, sondern auch an verschiedensten anderen Objekten zum Einsatz. Mittlerweile hat jedes der Teams von Jeblick für die Glas- und Sonderreinigung stets ein System im Fahrzeug dabei. Ob Fassadenverblendungen, schwer erreichbare Verglasungen, Wintergärten, Glashäuser und -überdachungen oder auch ­Photovoltaik- und Solaranlagen – überall, wo die Jeblick-Teams sich eine Arbeitserleichterung versprechen, kommen die ­Systeme zum Einsatz. Dieses konsequente Vorgehen hat innerhalb weniger Monate zur Amortisation der Investition in die Systeme geführt.
Neben dem HydroPower-System setzt die Gebäudereinigung Jeblick im Monte Mare auch Stingray (ebenfalls von Unger) ein.
Dieses System erlaubt Sprühen und Reinigen in einem Arbeitsgang und ist konzipiert für den Inneneinsatz.
Und dafür gibt es im Monte Mare genügend Möglichkeiten. Ob die verglasten Eingangsbereiche, in denen während der Öffnungszeiten das Bades nur sehr schwer eine Leiter im Tagesgeschäft platziert werden kann, oder schwer zugängliche Bereiche über Schwimmbecken – das System wird an vielen Stellen verwendet und liefert gute Ergebnisse, nicht nur im Monte Mare, sondern in vielen anderen Objekten bei der Unterhaltsreinigung. Auch in Objekten mit großen Spiegelflächen lassen sich mit diesem ­System schnell und ohne großen Aufwand streifenfreie Ergebnisse ­erzielen. Dabei wird Stingray von der Gebäude­reinigung Jeblick nicht für großflächige Glasreinigungen eingesetzt, „sondern als Problemlöser für schwer erreichbare Flächen im Innenbereich. Hierfür ist das ergonomische Gerät mit dem dreieckigen Mikrofaserpad und dem innovativen Stangensystem prädestiniert“, erklärt Christian Knoll.

Vorteile für beide Seiten
3388090-bild_2_b90Ob HydroPower oder Stingray: Den Schulungsaufwand bezeichnet Christian Knoll für beide Systeme als gering: „Selbst für Neulinge sehe ich den Zeitaufwand für eine intensive Schulung bei unter einer Stunde.“ Die Jeblick-Mitarbeiter sind von der Arbeit mit diesen beiden Systemen überzeugt. „Sowohl HydroPower als auch Stingray sind einfach zu bedienen, ergonomisch und erleichtern die tägliche Arbeit unserer Teams“, berichtet Objektleiterin Kerstine Sander.
Zufrieden zeigen sich auch die Auftraggeber. „Allerdings sind die Kunden anfangs in aller Regel durchaus skeptisch. Verständlicherweise, denn kaum jemand kann sich vorstellen, dass die Reinigung ohne Chemie und nur mit Reinwasser tatsächlich funktioniert“, macht Christian Knoll deutlich. Spätestens aber wenn der Auftraggeber das Reinigungsergebnis, die kürzeren Arbeitszeiten und die Kostenreduzierung zur Kenntnis nimmt, ist er von den Vorteilen, die der Einsatz dieses Systems bietet, überzeugt. Unterm Strich ergeben sich also Vorteile für beide Seiten. Mehr kann man sich als Dienstleister eigentlich nicht wünschen. 

Peter Hartmann | peter.hartmann@holzmann-medien.de

  

Diesen Artikel veröffentlicht clean Magazine mit freundlicher Genehmigung von rationell reinigen. Das Copyright aller Bilddaten liegt bei rationell reinigen.

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